Barbados Haarschafe
werden in ihrem Ursprungsgebiet, der Insel Barbados (englisch),
wegen ihrer Fellzeichnung als Barbados Blackbellys auf den
Karibikinseln mit spanischer Landessprache Barbados Barriga
Negra benannt.
Die Zeichnung der Decke ist mit der des Kamerunschafes
vergleichbar. Von einer Verwandtschaft ist auszugehen.
Als tropische Schafrasse mit offensichtlich afrikanischer
Abstammung bildet es im Gegensatz zu Wollschafen kein Vlies,
sondern hat in tropischen Klimazonen eine rauhaarige
Kurzhaardecke.
In Regionen mit jahreszeitlich bedingten
Temperaturunterschieden bildet sich zur kalten Jahreszeit ein
Winterfell mit dichter Unterwolle, die zum Frühling abgestoßen
wird.
Vor etwa zwei Jahrzehnten wurden Barbados Haarschafe zum Zweck
der Fleischqualitätsveredelung von der Firma COVECO, einem
kommerziellen Schafzucht- Unternehmen, in die Niederlande
importiert.
Von dort aus gelangten sie auch nach Deutschland. Seit 2003
werden Barbados Haarschafe mit Erfolg in der Schäferei
Klosterhof Coldinne gezüchtet. Inzwischen befindet sich hier die
größte Herde in Deutschland, wahrscheinlich sogar in Europa.
Als tropisches Landschaf weist es ebenfalls eine wesentlich
geringere Wachtumsgeschwindigkeit auf. Das Fleisch bietet somit
die gleichen Vorteile wie das des Bergschafes.
Allerdings erreichen Barbados Haarschafe in gleicher
Altersklasse nicht das Gewicht der Bergschafe. Dafür liefern sie
aber ein hervorragendes Fleisch mit zartwürzigem Wildgeschmack,
etwa vergleichbar mit dem Fleisch einer Antilope, der sie vom
Erscheinungsbild auch ähneln.