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Barbados
Haarschafe Rasse-Standard / Zuchtziel |
Körperbau der
Barbados Schafe
Rassetypisch sind die Großrahmigkeit, der lange Rücken, kräftige
Schultern, die tiefe Brust und der im Verhältnis zur Größe
schlanke Körperbau der Barbados Schafe. Der Widerrist ist höher
als die Rückenlinie, welche gerade mit einem sauberen Schnitt
verläuft, wobei der Nacken besonders bei den Widdern der
Barbados Schafe kräftig ausgebildet ist. Rücken und Lende haben
eine angemessene Breite, jedoch im Verhältnis zu anderen Schafen
ein schmales Hinterteil.
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Dieser Eindruck wird bei diesen Schafen durch die beidseitig gut
ausgebildete Rippenwölbung noch unterstrichen. Das Hinterteil
der Barbados Schafe fällt von der Hüfte zu den Schenkeln steil
ab. Der Körper dieser Schafsrasse sollte bei beiden
Geschlechtern gut bemuskelt sein. Die Vorderbeine sollen von der
Seite gesehen gerade mit festem Tritt (sprungfest) sein. Die
Hinterbeine der Schafe sind von hinten gesehen gerade
ausgebildet.
Größen der Barbados Schafe
Widder Stockmaß = 75 – 82 cm, Länge = 90 – 100 cm
Aue Stockmaß = 68 – 75 cm, Länge = 75 – 85 cm
Gewichte der Barbados Schafe
Widder 60 bis 80 kg
Aue 45 bis 60 kg
Mantel der Barbados Schafe
Das Barbados Schaf ist ein echtes Haarschaf mit grober Deck- und
Grannenhaarstruktur und guter Lanolinbindung. Länge der Deck-
und Grannenhaare im Winter bis 2 cm mit leichter Unterwolle,
deren Dichte und Länge neben genetischen auch von Standort- und
Klimafaktoren abhängig ist, keinesfalls aber über 4 cm lang sein
sollte. Im Normalfall beträgt das Verhältnis (Unter-) Wollhaare
zu den Deck- und Grannenhaaren 2 : 1 ( sekundär: primär
Verhältnis )
Die Widder der Barbados Schafe haben eine stark
ausgebildete Mähne aus borstigen Kemphaaren, die vom Nacken bis
zum Bug reicht. Ebenfalls nur bei Widdern ist im seitlichen
Rippenbereich längerer Kemphaarwuchs vorhanden. Der Haarwechsel
erfolgt im späten Frühjahr, wobei die Unterwolle komplett
abgestoßen wird. Die Haut der Barbados Schafe ist stark
pigmentiert.
Zeichnung der Barbados Schafe
Die Grundfarbe des Fells reicht von kastanien- bis mandel-
braun. ( Ganz weiße, schwarze oder Tiere ohne die typische
Kennzeichnung sind von der Zucht auszuschließen.) Weiße Partien
im Fell der Barbados Schafe sind nicht erwünscht, jedoch bis
maximal 10% zulässig. Die Fellzeichnung bei Widder und Auen
dieser Schafsrasse ist identisch.
Bauch, Brust, Innenseite der
Schenkel, Unterseite des Schwanzes und die Füße (und Klauen)
sind schwarz. Auf dem Hinterkopf (bis teilweise zum Nacken)
befindet sich ein schwarzes „Plätzchen“, von dem aus zwei
Streifen parallel oberhalb des Auges über die Tränengrube
verlaufen. Unterkiefer, Maul, Nase und die Ohr- Innenseite sind
schwarz.
Kopf der Barbados Schafe
Beide Geschlechter sind hornlos. Der Kopf des Widders wirkt mit
seiner typischen „römischen“ Nase extrem männlich, wobei die
schlanke Kopfform durch die seitlichen Streifen noch
unterstrichen wird. Obwohl die Köpfe bei beiden Geschlechtern
gleich groß sind: Länge vom Hornansatz zum Maul 25 cm und Breite
15 cm, scheint der Kopf der Auen wohl auch wegen der größeren
Ohren, der geraderen Nase und der fehlenden Mähne „gutmütig -
mütterlicher“.
Ohren der Barbados Schafe
Die Ohren wachsen seitlich, spitz, fast waagerecht mit nach vorn
gerichteter schwarzer Ohrmuschel.
Längen der Ohren: Widder = 10 cm, Auen = 12 – 14 cm
( Lämmer haben in den ersten Wochen hängende Ohren )
Augen der Barbados Schafe
Die Farbe der Iris ist dunkelbraun, Augenlider und Wimpern sind
schwarz.
Schwanz der Barbados Schafe
Der gut behaarte Schwanz ist lang und sollte bis zum
Tarsalgelenk reichen. Die Unterseite des Schwanzes ist schwarz
abgesetzt. Weiße Schwanzspitzen und Ringe sind erlaubt, wenn sie
nicht über 15% der Länge hinaus gehen. Der Schwanz darf nicht
kopiert werden!
Klauen der Barbados Schafe
Die Klauen müssen schwarz sein.
Zuchtziel für Barbados Schafe
Das Zuchtziel ist das Bereinigen der Gene dieser Schafsrasse um
das Erscheinungsbild und die Qualitäten der Ursprungsrasse auch
hier in Europa zu konservieren.
Außer auf den bereits beschriebenen Standard ist durch
Zuchtauswahl darauf zu achten, dass nur Widder mit bester
Vererbung zum Einsatz kommen.
Mutterschafe sollten ein großes
Becken für die problemlose Geburt auch bei schweren und Mehrlingslämmern haben. Euter und Mutterinstinkt müssen für eine
problemlose Lämmeraufzucht gut ausgebildet sein.
Tiere die nicht dem Standard und der Qualität der Rasse
Barbados- (Blackbelly) Haarschafe entsprechen, sind im Hinblick
auf bestmögliche Ergebnisse von der Zucht auszuschließen.

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